Ein Ehepaar verreist zum ersten Mal nach Ägypten und fährt mit einem Dampfer über den Nil. Das Schiff wird von einem anderen Schiff gerammt und sinkt. Schon kommen die ersten Krokodile angeschwommen. Da ruft der Mann: „Da sieht man es wieder, alles verlottert hier, aber die Rettungsboote sind von Lacoste!“
Welche Menschen brauchen Sie, um erfolgreich zu sein?
Der am meisten unterschätzte Faktor – Ihr Umfeld
Diesmal geht es um Ihr persönliches Umfeld. Meiner Meinung nach ist das extrem wichtig. Wahrscheinlich ist das Umfeld sogar der am meisten unterschätzte Faktor.
Der Blogger Hugo Pereira hat festgestellt, dass es 6 Gruppen von Menschen sind, die viele bekannte und bewunderte Führer um sich scharen. Nehmen Sie diesen Artikel als Denkanstoss und Inspiration, Ihr Umfeld zu gestalten.
Die bedingungslos Liebenden: Dies sind die Menschen, die Sie bedingungslos unterstützen. Sehen wir von Eltern, Brüdern, Partnern, Söhnen und Töchtern und einigen sehr engen Freunden ab. Es gibt nicht viele Menschen, die die extra Meile für Sie gehen.
Die Herausforderer: Der Unternehmer Richard Branson stellte Mitarbeiter ein, von denen er glaubte, dass sie klüger und fähiger sind als er selbst. Das ist ein Teil seines Erfolges. Seine Rolle war es, die Herausforderer in seine Vision einzubinden. Dann sie zu befähigen, damit sie die Leitung übernehmen und dann loszulassen. Nun, warum gerade Herausforderer? Weil sie es letztlich sind, die Ihre Vision und Denken herausfordern.
Die Aussenseiter/Querdenker: Diese Menschen sind verrückt genug, um den normalen Weg zu verlassen. Sie geniessen die Herausforderung, den Status quo in Frage zu stellen. Verändern sie die Welt? Nicht unbedingt die ganze Welt, auf jeden Fall verändern sie die Denkweise und Wahrnehmung der Menschen.
Die Gurus: Wir alle brauchen ein paar Leute, die uns inspirieren und denen wir zuschauen. Wir brauchen ein paar Leute, die wir bewundern wegen ihres Stils, Know-Hows, Denkens, etc. Auf diese Gruppe von Menschen beziehen wir uns, wenn wir unseren Ansatz im Leben oder bei der Arbeit reflektieren. Sie sind nicht unbedingt unsere Freunde. Möglicherweise kennen Sie uns gar nicht. Aber sie sind wichtig, weil sie uns helfen unsere Gedanken zu verdichten. Sie zeigen uns neue Lösungswege eines Problems, das wir hatten. Sie schrieben sogar Bücher, die unseren Lebensstil beeinflussen.
Die Spassvögel und Lebenskünstler: Dies sind die Menschen, mit denen Sie von Zeit zu Zeit ausgehen. Sie erinnern Sie an verrückte Erlebnisse in der Vergangenheit. Grundsätzlich machte es mit Ihnen Spass. Sie halten nicht viel von philosophischen oder tiefgründigen Gesprächen, wie ihr tägliches Leben aussehen sollte. Hin und wieder sind solche Gespräche möglich. Die meiste Zeit sind Sie am Lachen. Geniessen Sie die Gegenwart dieser Menschen und die Entspannung von Ihrem (vielleicht) stressigen Leben. Die Spassvögel sind wichtig, weil diese Mensch Sie an drei Punkte erinnern.
1. Es gibt Spass im Leben.
2. Es gibt ein Privatleben
3. Pflegen Sie Beziehungen
Die Friedensstifter: Dies sind die Menschen, zu denen Sie gehen, um Frieden mit sich selbst zu finden. Sie sind in der Regel ruhig, aufmerksam und verstehen die Gefühle der anderen. Der wichtigste Aspekt ist, dass sie zuhören. Wenn wir auf unserer Reise durch unser persönliches und berufliches Leben erfolgreich sind, brauchen wir diese Menschen. Sie hören uns zu und helfen uns unsere Knackpunkte, Ängste und Motivationen zu verstehen.
Den Gruppen von Hugo Pereira füge ich noch die Gruppe der Unternehmer hinzu.
Die Unternehmer: Wir stehen vor riesigen Herausforderungen der heutigen Zeit. Diese Herausforderungen brauchen Menschen, die etwas bewegen, die Risiken eingehen, die Mut haben, die andere Menschen bewegen, die in bestimmten Situationen wissen, dass der Kopf härter ist als die Wand.
Diese Eigenschaften finden wir bei guten Unternehmern. Gute Unternehmer haben die Eigenschaften, die die Welt am dringensten braucht.
Unternehmer sind die wichtigste Berufsgruppe, Unternehmer sind die Katalysatoren der Wirtschaft. Unternehmer machen aus einer Garagengründung ein grosses Unternehmen. Leitende Angestellte machen aus einem Unternehmen Subventionsempfänger und kassieren dafür noch Millionen. Gehen Sie an Unternehmerseminare um Gleichgesinnte kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen.
Gehen Sie nun Ihr persönliches Umfeld durch. Sind in diesem Umfeld über wiegend Menschen die Sie herunterziehen oder die Sie unterstützen? Finden Sie in Ihrem Umfeld einige Menschen aus den erwähnten Gruppen? Was tun Sie heute schon, um ihr Umfeld so zu gestalten, wie es für Sie hilfreich ist.
Mein Tipp: Machen Sie sich zu Ihrem persönlichen Umfeld besonderes intensive Gedanken und wählen Sie gute Vorbilder aus!
Quelle: Hugo Pereira – Who do you need around you to be successful
Perspektive
Wer in den ersten 50 Jahren seines Lebens viel Mist gebaut hat, dem braucht nicht bange zu sein. Er hat nämlich viel Dünger für seine Zukunft gesammelt. Dort wo Dünger ist, gibt es auch Wachstum und Frucht. Karl Pilsl
Die 1% Lösung
Die Neigung der Menschen, kleine Dinge für wichtig zu halten, hat sehr viel Grosses hervorgebracht.
Georg Christoph Lichtenberg
Das Zitat von Lichtenberg passt wunderbar zu meinem heutigen Tipp. Alan Weiss, US-Berater, inspirierte mich dazu.
Die 1% Lösung!
Verbessern Sie sich jeden Tag um 1% Prozent. In 70 Tagen sollten Sie doppelt so gut sein. Danach weitermachen und nicht aufhören. Klingt nach wenig. Der Trick liegt darin, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat besser zu werden. Wollen Sie dieses Experiment wagen?
Hier einige Ideen zum Beginnen
- Marketing: Jeden Tag eine kleine Marketingaktion nach aussen
- Verkauf: Jeden Tag eine Technik verbessern und mehr Nutzen bieten
- Unternehmeraufgabe Strategie: 70 Tage lang täglich 30 Minuten sich mit seiner Strategie beschäftigen ( Buch lesen, Coach engagieren oder mit einem erfolgreichen Unternehmer sich treffen)
- Fokus: 1 Stunde lang nur eine Aufgabe bearbeiten. Dann die nächste Stunde wieder nur eine Aufgabe.
Der verstorbene, bayrische Schauspieler Helmut Fischer prägte das Motto in der Kultserie Monaco Franze: „A bisserl was geht immer“. Ich finde das ein wunderbares Motto, passend zur 1% Lösung: „A bisserl was geht immer“
So erweitern Sie als Coach Ihr Geschäftsmodell
Die wenigsten Coaches beschäftigen sich mit ihrem Geschäftsmodell. Üblicherweise wird das übernommen, was andere bereits machen. Häufig ist das 1:1 Coaching. Obwohl diese Arbeit sehr befriedigend sein kann, ist man doch mit dem Einkommen limitiert. Wer sich mit seinem Geschäftsmodell beschäftigt, nutzt sein persönliches und geschäftliches Potenzial. Wer sich nicht mit seinem Geschäftsmodell beschäftigt, vergibt Potenzial. Somit gehört die Beschäftigung mit diesem Thema zu den lohnendsten Aufgaben in der Selbstständigkeit.
Ein Geschäftsmodell beschreibt die Art wie man Werte für die Kunden schafft, Gewinne für das Unternehmen und dies mit den verfügbaren Ressourcen. Monika Birkner nutzt die Metapher der Küche, um den abstrakten Begriff Geschäftsmodell zu veranschaulichen. Sie sagt: „Ich vergleiche ein Business gern mit einer Küche. Die Leistungen, die man anzubieten hat, sind Einzelzutaten, aus denen man viele verschiedene Gerichte zaubern kann. Pflaumen können zu Pflaumenmus verarbeitet werden oder zu einem Kuchen oder als Beilagen serviert werden.“
Genauso kann man seine Angebote als Coach gestalten. Neben 1:1 Coaching bietet sich Gruppencoaching an. Man kann Coachingprodukte (Bücher) oder ein Coachingprogramm anbieten. Je nach Modell bedeutet dies Konsequenzen für die eigene Arbeitsweise, die Kundengewinnung, die Darstellung nach aussen und das Einkommen, sagt Birkner.
Die beiden Autoren Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg beschreiben 5 Modelle um zusätzliche Einkommensströme zu schaffen. Die Basis dazu stellen Wissensprodukte dar, die skalierbar am Markt platziert werden. Wissensprodukte dienen dazu, Menschen an einer Stelle fachlich und/oder persönlich weiter zu bringen. Sie sind einfach zu vervielfältigen, da sie in digitaler Form vorliegen. Die Produktion ist einfach. Ein Laptop reicht, um Bücher, Videos und Onlinekurse zu erstellen. Als Experte ist man kaum kopierbar, weil die Person gleichzeitig die Marke ist.
Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg beschreiben in ihrem Buch „Smart Business Concepts“ 5 Modelle, wie man Wissen skalierbar auf den Markt bringt.
- Modell Spezialautor
Als Coach spezialisiert man sich auf ein Thema, schreibt Bücher zu diesem Thema und hält Seminare dazu. - Modell Public Speaker
In diesem Modell lernt die Gruppe zusammen. Die Seminare bauen in einem Kurssystem auf einander auf. Dabei gibt es zwei Varianten: Bühnen- und Seminarkonzept. Im Seminarkonzept nehmen maximal 20 – 25 Teilnehmer teil, im Bühnenkonzept mehr als 100 Teilnehmer. Amerikaner bevorzugen das Bühnenkonzept. Jürgen Höller ist ein Beispiel für das Bühnenkonzept. Er hält in D-A-CH Seminare mit mehr als 100 Teilnehmern. - Modell Online-Informationsprodukt/Mitgliederportal
In diesem Modell steht das Coaching-Programm als Videoclip bereit. Die Nutzer loggen sich in diese Mitgliedersoftware ein. Downloads mit weiterführenden Links bieten Zusatznutzen an. Das Programm wird entweder als Abo oder Festpreis angeboten. - Modell Branchenreport
In diesem Modell bietet man einen hochwertigen Report an, der regelmässig erscheint. Die Aufgaben bestehen darin, den Markt zu beobachten und die Infos zusammen zu fassen. Fremdsprachige Artikel werden ins Deutsche übersetzt. Den Report gibt es als kostenpflichtiges Abo. - Model Social Media Blogger
In diesem Modell ist man als digitaler Autor tätig. Auf dem eigenen Blog oder anderen Blogs werden Artikel publiziert. Laut Conta Gromberg ist dieses Modell ab 1000 Besuchern pro Tag finanziell tragfähig. Diese Modell lassen sich kombinieren.
Die Autoren Conta Gromberg schlagen folgendes Vorgehen vor.
- Positionieren Sie sich als Experte zu einem Thema
- Bieten Sie nicht nur 1:1 Coaching an, sondern entwickeln Sie auch strukturierte Coachingprogramme.
- Bieten Sie mehr als ein skalierfähiges Produkt an.
- Bauen Sie Ihren Fankreis auf.
Damit dies nicht nur Theorie bleibt, finden Sie nun zum Schluss 5 Fallbeispiele aus der Praxis. Alle diese Praxisbeispiel sind eine Kombination der obigen Modelle. Lassen Sie sich für Ihr Geschäftsmodell inspirieren.
Marcus Amann spezialisierte sich auf profitables Internet-Marketing für Experten, Trainer, Berater und Coaches. Er hilft mit Beratung, Vorträgen und Seminaren seinen Kunden ihren Experten-Status aufbauen, diesen immer wieder zu schärfen, authentisch zu präsentieren und aktiv zu vermarkten. http://www.amann.de
Peter Arndt spezialisierte sich auf die erfolgreiche Kundengewinnung im Internet. Den Grossteil seiner Kunden gewinnt er heute über seine Aktivitäten im Internet-Marketing. Er ist Berater, Coach, Trainer und Vortragsredner, hat mehrere Bücher veröffentlicht und ist Autor zahlreicher Fachartikel. http://www.cc-im-netz.de
Monika Birkner ist als Expertin für Business-Transformation für Solounternehmer positioniert. Sie bietet 1:1 Coaching, strukturierte Coaching Programme an, ist als Social Media Bloggerin und Autorin aktiv. http://blog.monika-birkner.de
Christine Rosa Thanner ist als Hormonexpertin positioniert. Die Presse bezeichnet sie als Hormonflüsterin. Sie bietet neben 1:1 Beratung, Seminare mit bis zu 30 Teilnehmerinnen und Vorträge / Key Note Speaking für grosse Gruppen an. Dazu unterhält sie einen Blog. http://www.hormon-power.ch
Roland Kopp Wichmann bietet neben 1:1 Coaching, Gruppencoaching, Seminare und Vorträge an. Er ist als Social Media Blogger und Autor aktiv. Als Psychologe hat er sich darauf spezialisiert, dort Lösungen zu finden, wo Sie noch nie gesucht haben! http://www.kopp-wichmann.de/
Vortrag: Richtig Fragen – Besser Verhandeln
Vortrag: Richtig Fragen – besser Verhandeln
Wer die Kunst des Fragens beherrscht, und es versteht, Themen gezielt einzukreisen, hat mehr Erfolg in Verhandlungen, Gesprächen oder im täglichen Miteinander. Denn, welche Fragen Sie wie und wann stellen beeinflusst Ihren Erfolg ganz wesentlichen. Ludwig Lingg zeigt in seinem Vortrag typische Denkfehler beim Fragen, wie man auf spielerische Art seine Fragekompetenz erhöhen kann, weshalb die Warum-Frage so gefährlich ist und gibt konkrete Tipps für den Alltag.
Wenn Sie es verstehen, kluge Fragen zu stellen, sind Sie praktisch in jeder Situation im Vorteil. Mit Fragen
* überzeugen Sie Menschen
* verschaffen Sie sich Informationen
* vermitteln Sie anderen Ihre Ideen
* schaffen Sie Klarheit
* motivieren Sie Mitarbeiter
* lösen Sie Probleme
* formulieren Sie kritische Bemerkungen so, dass sie nicht verletztend wirken
* bringen Sie Kommunikation zwischen verschiedenen Menschen oder Gruppen zustande
* vermeiden Sie Fehler
* entkräften Sie Einwände
* bewirken Sie Zusammenarbeit
* bringen Sie andere Menschen dazu, sich klarer auszudrücken
* bauen Sie Ängste ab
* entschärfen Sie brisante Situationen
* und Sie bekommen Risiken in den Griff.
„Kluge Fragen sind deshalb so wirksam, weil sie den Geist öffnen und zum Nachdenken einladen. Aussagen tun das nur sehr bedingt“ sagt die Management- Trainerin Vera F. Birkenbihl.
Eintritt an der Abendkasse: 25 Franken
Datum: Montag, 26. Mai 2014
Beginn: 19:30 Uhr
Ende: ca. 21:00 Uhr
Anmeldung: info@ludwiglingg.ch
BIZ Uster, Brunnenstrasse 1, 8610 Uster
Vortrag: Die 7 fatalsten Fehler, wenn Sie als Coach Kunden gewinnen wollen
Als Coach ist eine Ihrer wichtigsten Aufgabe, Kunden zu gewinnen. Nur mit Kunden setzen Sie das Gelernte um, lösen Probleme der Kunden, helfen Ihren Kunden und verdienen Geld. Im Vortrag erfahren Sie praktische Tipps, Methoden und Strategien um Fehler bei der Kundengewinnung zu vermeiden. Ludwig Lingg zeigt aufgrund seiner eigenen Erfahrung als Selbständiger 7 Fehler auf, die zu vermeiden sind.
Es sind dies:
- Bestehendes Selbstbild beibehalten
- Unpassendes Umfeld
- Kein Marketing betreiben
- Jeden als potenziellen Kunden betrachten
- Alles allein machen wollen – kein Netz aufbauen
- Neue Entwicklungen links liegen lassen ( Facebook, XING, Twitter, Youtube )
- Keine Gedanken zum Geschäftsmodell machen
Eintritt an der Abendkasse: 25 Franken
Datum: Montag, 28. April 2014
Beginn 19:30 Uhr
BIZ Uster, Brunnenstrasse 1, 8610 Uster
5 Tipps zum Frühjahrsputz in Ihrem Geschäftsmodell
Wenn der Winter vorbei ist, und die Sonnenstrahlen des beginnenden Frühlings offenbaren, wo überall noch Staub liegt oder sich in den Ecken etwas angesammelt hat, bricht hierzulande etwas aus, das man Frühjahrsputz nennt: Die komplette Wohnung wird auf den Kopf gestellt und alles gründlich gefegt, geputzt, gewaschen, viele Dinge auch aussortiert. Beste Zeit nicht nur in der Wohnung einen Frühjahresputz durchzuführen, sondern auch in Ihrem Geschäftsmodell. Für Sie stellte ich fünf Tipps zusammen für den ersten Schritt:
1 . Lernen Sie Ihre Kunden kennen
Es klingt zwar selbstverständlich, aber viele Unternehmen kennen ihre Kunden nicht. Natürlich gibt es eine Datenbank voll mit Kundeninformationen, die Sie für alle Arten der Analyse verwenden. Aber das ist nicht der Punkt. Wann haben Sie das letzte Mal ein richtiges Gespräch mit Ihren Kunden gehabt? Geben Sie Ihren Kunden Zeit und Aufmerksamkeit, um von ihnen zu lernen. Raus aus dem Elfenbeinturm! Sie erfahren dadurch mehr als in Statistiken oder Ihrer Datenbank.
2. Entscheiden Sie sich
Viele Unternehmen wollen alles für alle tun. Dabei wissen wir: Everybody’s darling is everybody’s Depp. Seien Sie sich klar über Ihre Ziele, für welche Kunden Sie arbeiten, wie Sie diese erreichen wollen und wie Sie eine Beziehung zu ihnen pflegen wollen. Was werden Sie tun und was werden Sie nicht tun? Stellen Sie sicher, dass jeder in der Organisation mit diesen strategischen Entscheidungen vertraut ist.
3. Verwenden Sie eine gemeinsame Sprache
Geschäftsführer, Führungskräfte und Manager gehen oft davon aus, dass jeder in der Organisation das aktuelle Geschäftsmodell versteht. Aber oft gibt es eine Menge Verwirrung darüber. Erstellen Sie eine gemeinsame Sprache mit visuellen Werkzeugen (wie zB die Business Model Canvas ) damit alle in die gleiche Richtung laufen.
4. Produkt oder Job, der erledigt werden soll
Wenn Organisationen ihr Geschäftsmodell erneuern, konzentrieren sich oft auf neue Produkte oder Dienstleistungen, die entwickelt werden sollten. Oft sind diese Innovationen im Detail ausgeführt worden und Kosten sind entstanden. Aber Ihr neues Produkt oder eine Dienstleistung ist nicht das Wichtigste. Die Frage lautet: Welches Problem wollen Sie lösen? Ein Unternehmer will keinen Kredit, er will sein Geschäft aufbauen. Ein Kunde will keine Hypothek, sondern einen sicheren und glücklichen Ort zum Leben. Wenn Sie das Problem besser verstehen, werden Sie Ihre neues Geschäftsmodell in einer Minute entwerfen.
5. Zuerst Verdienen, dann ausgeben
Wenn neue Produkte entwickelt werden, geben viele Organisationen, viel Geld am Anfang aus. Geld für Websites und Produktentwicklung auszugeben ist einfach und gibt ein Gefühl der Zufriedenheit. Halt! In dieser flüchtigen, unsicheren, komplexen und mehrdeutige Welt sollten Sie nicht alles auf eine Karte setzen. Bauen Sie Prototypen, testen Sie verschiedene Lösungen auf dem Markt und finden so heraus, was funktioniert. So verdienen Sie sofort Geld, anstatt es auszugeben.
Geschäftsmodell im Schatten der Justiz
Die Deutsche Bank klagte vor ca. 1,5 Jahren gegen Sri Lanka. Die Bank war dort ein komplexes Finanzgeschäft mit einer staatlichen Firma eingegangen, es ging um Ölpreise. Leider kam die Firma ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nach, deshalb verklagte die Bank die Regierung von Sri Lanka. Ein spezielles Schiedsgericht sprach ihr 60 Millionen Dollar zu. Grösste Profiteure dabei – spezialisierte Anwälte, die in diesem System grosse Profite einfahren.
Die Grundlage des Geschäftsmodells
In diesem Geschäftsmodell führt man als Anwalt Prozesse und ist ein Teil von speziellen Gerichtsverfahren. Grundlage dieser Gerichtsverfahren sind sogenannte Investitionsschutzabkommen zwischen den verschiedensten Staaten der Welt. Es gibt rund 3.000 solcher Abkommen. In diesen Verträgen verpflichten sich die Regierungen, die Urteilssprüche des Schiedsgerichts anzuerkennen. Das Schiedsgericht ist das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten ( ICSID ). Vor diesem Gericht können Unternehmen gegen ausländische Staaten klagen. Das tun diese Unternehmen dann, wenn sie der Meinung sind, diese Länder hätten auf unfaire Weise den Wert ihrer Investitionen geschmälert, ohne sie dafür zu entschädigen.
Jetzt kommt es. Vor diesem Schiedsgericht ist ein Staat der Beklagte, nicht der Kläger. Er kann nur Geld verlieren, nicht gewinnen. Jeder Kanzler, jeder Premierminister, jeder Präsident muss sich dem Urteil des ICSID beugen. So steht es in den Verträgen. Wenn das mal keine Grundlage ist.
Die Kunden
Auf der einen Seite sind es die Grossunternehmen/Konzerne, auf der anderen Seite die Regierungen der Länder. Ein Beispiel: Der schwedische Stromkonzern Vattenfall gegen die Deutsche Bundesrepublik. Streitpunkt: der deutsche Atomausstieg. Nach Fukushima musste der schwedische Energiekonzern die von ihm betriebenen Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel schliessen. Vattenfall verklagt die BRD vor dem ICSID auf Schadensersatz in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro.
Der Nutzen für die Unternehmen/Regierung
Diese spezialisierte Kanzleien holen „entgangene“ Gewinne von den Staaten für ihre Kunden. Manche Kanzleien minimieren die Risiken für die Unternehmen eines Prozesses indem sie diese vorfinanzieren. ICSID-Klagen sind teuer. Die Anwälte verlangen oft Stundensätze von 700 Dollar und mehr. Da es allein Monate dauern kann, die Klageschrift zu formulieren und einzureichen, kommen schnell mehrstellige Millionenbeträge zusammen. Das ist manchen Unternehmen zu viel. Diesen Unternehmen wird angeboten, das Verfahren zu finanzieren. Die Regierung profitieren nie, sie können maximal Forderungen abwenden.
Erträge der Kanzlei
Wird die Klage vor dem ICSID abgelehnt, hat die Kanzlei Pech gehabt. Gewinnt das Unternehmen, kassiert die Kanzlei bis zu achtzig Prozent der Entschädigungszahlung der beklagten Regierung. Da lässt sich schon mit einem Verfahren richtig Geld verdienen.
Einige Beispiel dazu:
- US Ölmulti Oxy gegen Ecuador: Oxy erhält 1,77 Milliarden Dollar
- Bergbaukonzern Lone Pine gegen Kanada: Schadesersatzforderung 250 Millionen Dollar.
- Chinesische Lebensversicherer Ping An gegen das Königreich Belgien: Streitwert 1,8 Milliarden Euro.
- Tabakkonzern Philip Morris klagt gegen Australien auf Zahlung einer noch nicht exakt bezifferten Summe von mehreren Milliarden Dollar.
Die Schlüsselaufgabe der Kanzlei
Aufsetzen und Einreichen von Klageschriften und Prozesse am ICSID führen.
Die Kosten der Kanzlei
Der Hauptposten der Kosten sind die Personalkosten der Anwälte.
Schlüsselressourcen
Ein Kernteam mit Spezialwissen. Selvyn Seidel, ein Anwalt, der sich auf solche Gerichtsprozesse spezialisiert hat, arbeitet mit 3 Angestellten. Je nach Fall werden fehlende Expertisen einkauft. Darüber hinaus gibt es international tätige Anwaltskanzleien wie Luther die viele Kompetenzen bereits im Haus haben.
Partner
Da man als kleine Kanzlei nicht für alle Fälle das Knowhow im eigenen Hause haben muss, kauft man sich das dazu. Zu den Partnern zählen unterschiedliche Experten, juristische Fachleute, Rechtsanwälte und weitere Rechtsanwaltskanzleien.
Ganz wichtig auch das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten. Es befindet sich in einem Granit- und Marmorgebäude im Zentrum von Washington, nicht weit entfernt vom Weissen Haus.
Die Unterschiede zu einem üblichen Schiedsgericht sind:
- Die Richter sind weder Beamte noch Angestellte dieses Gerichts. Sie sind juristische Fachleute aus vielen verschiedenen Ländern. Sie werden von den Streitparteien für das jeweilige Verfahren berufen und kommen zur Verhandlung in einem der Räume des Schiedsgerichtes zusammen.
- Die Verhandlungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Fazit
Ich mag dieses Geschäftsmodell nicht. Der Schweizer Schiedsgerichtsanwalt Nicolas Ulmer brachte es für mich auf den Punkt: „Da gibt es Leute, die machen viel Geld damit, dass sie Länder verklagen, die die Umwelt oder ihre Bürger schützen wollen“.
Ergänzungen
3. Juni 2014
Zigarettenhersteller Philip Morris verklagt Uruguay auf Schadenersatz
14. Juli 2014
Helfen im Kampf gegen Philip Morris
15. Oktober 2014
Vattenfall fordert 4,7 Milliarden Euro von Deutschland
31. Oktober 2014
Die Schattenjustiz der Konzerne – in 180 Sekunden erklärt
Dank an blog.campact.de
27. Oktober 2015
ARD – Die Story im Ersten: Konzerne klagen – Wir zahlen – private Schiedsgerichte
Quellen:
Schattenjustiz: Im Namen des Geldes
Kerstin Kohlenberg
Spezialisierte Anwaltskanzlei
Selvyn Seidel, Gründer und Vorsitzender der Fulbrook Capital Management, LLC
ICSID
Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten
Geschäftsmodell Freundlichkeit
Wie sich Tim Harris mit einem gewöhnlichen Restaurant von der Konkurrenz abhebt
Das berühmte Zitat von Walt Disney, „Wenn du es träumen kannst, kannst du es auch tun“, war die treibende Kraft im Leben des Tim Harris. Geboren im Jahr 1986 mit Down-Syndrom, schaffte er es immer wieder seine Grenzen zu überschreiten. Tims Traum – ein eigenes Restaurant.
Tims Place – Die Anfänge
Seine Familie, unternehmerisch denkend, suchte nach einem Weg für Tim genau erfolgreich zu werden wie seine Brüder. Während der High School arbeitete Tim als Gastgeber in einem Red Robin Restaurant in Albuquerque. Während dieser Zeit lernte Tim Harris viel über das Empfangen der Gäste und baute eine treue Fangemeinde an Kunden auf.
Sorgfältig wurde die Wirkung Tims auf seine Gäste im Red Robin Restaurant beobachtet. In Tim Harris reifte die Idee, sein eigenes Restaurant zu besitzen. Im Mai 2010 wurde ein Pachtvertrag für ein Restaurant in Albuquerque unterzeichnet und eine Baufirma mit dem Umbau beauftragt. Im Juni 2010 wurde Daniel Meeker der Geschäftsleiter des Restaurant „Tim’s Place“. Schaut man sich die Menükarte von „Tim’s Place“ unterscheidet es sich kaum von anderen US-Restaurants. Der Unterschied macht Tim Harris aus. Er bietet in seinem Restaurant Frühstück, Mittagessen und Umarmungen.
Tim Harris ist die Freundlichkeit in Person. Alle Gäste werden herzlich willkommen geheissen und umarmt. Die kostenlose Zärtlichkeit wird auch auf der Internetseite des Restaurants als kalorienfrei und lebensverlängernd beworben. Ausserdem wird sie auch ohne Bestellung verteilt. Seit der Eröffnung hat Tim laut seinem „Hug-Counter“ mehr als 40.000 Umarmungen verschenkt. Im Restaurant gibt es tatsächlich einen Zähler dafür.
Keine Innovation im Geschäftsmodell, trotzdem ist Tim Harris erfolgreich. Es macht eben seine Persönlichkeit aus. Bemerkenswert finde ich die Entscheidung der Eltern, ihren Sohn mit Down-Syndrom genauso aufzuziehen wie seine drei Brüder. Gemeinsam fanden Sie einen Weg, wie ihr Tim unternehmerisch tätig werden konnte.
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Artikel
Mann mit Down Syndrom eröffnet eigenes Restaurant